Hin­weise zur Mus­ter­ta­belle Finanz­plan

Wenn Sie die Tabelle Finanz­plan ange­for­dert haben, erhal­ten Sie eine Mail mit einem Link. Rufen Sie die­sen auf. Im Brow­ser sehen Sie jetzt eine schreib­ge­schützte, leere Ver­sion der Bei­spiel­ta­belle. Auf die­ser Seite erhal­ten Sie Hin­weise zur Nut­zung der Bei­spiel­ta­belle.


1. Tabelle in eige­nen Google Drive kopie­ren

Sie kön­nen die Tabelle in Ihren Google Drive-Spei­cher kopie­ren und dort wei­ter bear­bei­ten. Sie müs­sen dazu bei Ihrem Google-Konto ange­mel­det sein.

Finanzplan mit Google Tabellen bearbeiten

Im Menü Datei ver­wen­den Sie bitte den Befehl Kopie erstel­len….

Ver­wen­den Sie nicht den Befehl Zu „Meine Ablage“ hin­zu­fü­gen. Dadurch wird nur ein Ver­weis zur schreib­ge­schütz­ten Ori­gi­nal­ta­belle gesetzt, in die­ser kön­nen Sie jedoch keine Ände­run­gen vor­neh­men.


2. Tabelle mit Micro­soft Excel, Open Office oder Libre Office bear­bei­ten

Wenn Sie den Finanz­plan auf Ihrem Rech­ner bear­bei­ten möch­ten, kön­nen Sie eine Kopie her­un­ter­la­den.

Finanzplan mit Excel bearbeiten

Laden Sie die Datei immer im Micro­soft Excel-For­mat (.xlsx) her­un­ter, auch wenn Sie Libre­Of­fice oder Open­Of­fice ver­wen­den. Sonst erhal­ten Sie For­ma­tie­rungs­feh­ler beim Anschauen. Ver­wen­den Sie Libre­Of­fice ab Ver­sion 5.x, Open­Of­fice ab Ver­sion 4.x.


3. Erste Ein­ga­ben täti­gen

Sie soll­ten bereits den aktu­el­len Liqui­di­täts­sta­tus erfasst haben. 

  • Tra­gen Sie als Ers­tes das Start­da­tum ein – bei­spiels­weise den heu­ti­gen Tag. 
  • Lie­gen bereits über­fäl­lige Ver­bind­lich­kei­ten vor? Erfas­sen Sie den Bestand des Start­da­tums als nega­ti­ven Wert in Zelle I3 über der Spal­ten­über­schrift. 
  • Den Kon­to­stand erfas­sen Sie in J3, als posi­ti­ven oder nega­ti­ven Wert. 
  • Dane­ben in K3 die aktu­elle Kon­to­kor­rent­li­nie, als nega­ti­ven Wert. 
  • Und als Letz­tes kön­nen Sie wei­tere Bar­mit­tel in der Zelle L3 ein­tra­gen, immer als posi­ti­ven Wert. Dar­un­ter fal­len Kas­sen­be­stände, Gut­ha­ben auf ande­ren Kon­ten, sofort liqui­dier­bare Wert­pa­piere.

4. Plan­werte ein­tra­gen

Danach kön­nen Sie erwar­tete Ein- und Aus­zah­lun­gen in die Spal­ten R bis AP ein­zu­ge­ben. Dafür ste­hen fünf die Berei­che Finanz­ein­zah­lun­gen, Erfolgs­ein­zah­lun­gen, Finanz­aus­zah­lun­gen, Erfolgs­aus­zah­lun­gen und Mate­ri­al­auf­wand zur Ver­fü­gung.

Die Werte sind inklu­sive Umsatz­steuer anzu­ge­ben.

Das war’s. Sie haben nun eine genaue Vor­stel­lung, wie sich die Liqui­di­tät in der nächs­ten Zeit ent­wi­ckeln wird. 


Was bedeu­ten die Spal­ten? 

F – Ein­zah­lun­gen

Hier wird die Summe aus den geplan­ten Finanz- und Erfolgs­ein­zah­lun­gen aus den Spal­ten R bis W für den jewei­li­gen Tag ange­zeigt. 


G – Zugang fäl­lige Ver­bind­lich­kei­ten

Die Summe aus den an die­sem Tag erst­mals fäl­lig wer­den­den Ver­bind­lich­kei­ten. 


H – Aus­zah­lun­gen

Decken die vor­han­de­nen Bar­mit­tel die fäl­li­gen Ver­bind­lich­kei­ten wird der Aus­zah­lungs­be­trag auto­ma­tisch ermit­telt. Dabei wird die zur Ver­fü­gung ste­hende Kre­dit­li­nie zu 100% aus­ge­schöpft. Möch­ten Sie eine Liqui­di­täts­re­serve vor­hal­ten, ver­wen­den Sie dafür die Spalte L – Kasse, Bar, Liqui­di­täts­re­serve.

Sind keine aus­rei­chen­den Bar­mit­tel vor­han­den, wer­den die fäl­li­gen Ver­bind­lich­kei­ten so weit wie mög­lich gezahlt, der Rest wird auf den nächs­ten Tag in die Spalte über­fäl­lige Ver­bind­lich­kei­ten vor­ge­tra­gen. 


I – über­fäl­lige Ver­bind­lich­kei­ten

Die Summe aller in der Ver­gan­gen­heit auf­ge­lau­fe­nen und zum Tagesende noch nicht bezahl­ten Ver­bind­lich­kei­ten. 


J – Kon­to­stand

Der geplante Kon­to­stand zum Tagesende ergibt sich aus: dem Kon­to­stand des Vor­ta­ges, den geplan­ten Ein­zah­lun­gen, den fäl­li­gen und mög­li­chen Aus­zah­lun­gen sowie durch Ver­än­de­run­gen der Kre­dit­li­nie oder des Bar­mit­tel­be­stan­des.

Bei der fort­lau­fen­den Nut­zung dient der Kon­to­stand zum Abgleich der errech­ne­ten und tat­säch­li­chen Finanz­pla­nung. Siehe auch den Abschnitt Soll-Ist-Ver­gleich und fort­lau­fende Nut­zung


K – Kre­dit­li­nie

Die am Tagesende zur Ver­fü­gung ste­hende Kre­dit­li­nie. Ver­än­dert sich diese in der Zukunft, tra­gen Sie in die­ser Spalte den neuen Wert ein. 


L – Kasse, Bar, Liqui­di­täts­re­serve

Bar­mit­tel außer­halb des Bank­kon­tos tra­gen Sie in die­ser Spalte ein. Dar­un­ter fal­len Kas­sen­be­stände, Gut­ha­ben auf ande­ren Kon­ten, sofort liqui­dier­bare Wert­pa­piere.

Ver­än­de­run­gen, die Sie hier ein­tra­gen, wir­ken sich unmit­tel­bar auf den Kon­to­stand aus: eine Erhö­hung ver­min­dert den Kon­to­stand. Ver­rin­gert sich der Wert in die­ser Spalte, erhöht das den Kon­to­stand – ent­spre­chend einer Bar­aus- oder -ein­zah­lung.

Eine Ver­än­de­rung in die­ser Spalte hat daher keine Aus­wir­kung auf den Zah­lungs­mit­tel­be­stand.

Möch­ten Sie nicht, dass in der Pla­nung der zur Ver­fü­gung ste­hende Kre­dit­rah­men zu 100% aus­ge­schöpft wird, kön­nen Sie zum Kas­sen­be­stand eine Reserve addie­ren. Beach­ten Sie, dass der tat­säch­li­che Kon­to­stand dann jeweils um die­sen Betrag höher ist als der errech­nete.

Da der gesamte Zah­lungs­mit­tel­be­stand sich nicht ver­än­dert hat diese Maß­nahme kei­nen Ein­fluss auf die Berech­nung der Liqui­di­täts­lü­cke. 


M – Zah­lungs­mit­tel Bestand

Die Gesamt­summe der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zah­lungs­mit­tel wird gebil­det aus der Dif­fe­renz zwi­schen Kon­to­stand und Kre­dit­li­nie, erhöht um den Bar­mit­tel­be­stand. 


N – Liqui­di­täts­lü­cke €

Sind die fäl­li­gen Ver­bind­lich­kei­ten höher als der Bar­mit­tel­be­stand, wird in die­ser Spalte die Dif­fe­renz in als Betrag ange­zeigt.

Es kann durch­aus sein, dass über­fäl­lige Ver­bind­lich­kei­ten vor­lie­gen, aber keine Liqui­di­täts- oder Deckungs­lü­cke. In die­sem Fall ist der Wert unter Kasse, Bar, Liqui­di­täts­re­serve höher als die über­fäl­li­gen Ver­bind­lich­kei­ten. 


O – Deckungs­lü­cke aktu­ell %

Die Dif­fe­renz zwi­schen den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zah­lungs­mit­teln und den fäl­li­gen Ver­bind­lich­kei­ten in Pro­zent. 


P – Deckungs­lü­cke ∑ 21 Tage %

In die­ser Spalte wer­den zum aktu­el­len Zah­lungs­mit­tel­be­stand alle geplan­ten Ein- und Aus­zah­lun­gen der nächs­ten drei Wochen addiert und mit den aktu­el­len und in den nächs­ten drei Wochen fäl­lig wer­den­den Ver­bind­lich­kei­ten ver­gli­chen. 


Tabelle ver­län­gern – Zeit­raum aus­deh­nen

Wenn Sie die Finanz­pla­nung fort­lau­fend füh­ren möch­ten – was in einer Unter­neh­mens­krise zu emp­feh­len ist – kön­nen Sie den Betrach­tungs­zeit­raum ganz ein­fach ver­län­gern.

1. Falls Sie mit Google Drive arbei­ten, fügen Sie der Tabelle wei­tere Zei­len hinzu.

2. Selek­tie­ren Sie letzte Datum. Zie­hen Sie mit der Maus an der rech­ten unte­ren Ecke.

Screenshot Datumsbereich verlängern

Das Datum wird jetzt auto­ma­tisch fort­ge­schrie­ben, die Wochen­en­den wer­den anders­far­big dar­ge­stellt.

3. Die Spal­ten A bis P ent­hal­ten Berech­nungs­for­meln. Kopie­ren Sie diese in alle neuen Zei­len. Beach­ten Sie bitte, dass die Spal­ten B bis E aus­ge­blen­det sind: kopie­ren Sie daher den gan­zen Bereich A bis P, um alle For­meln vor­zu­tra­gen.

Möch­ten Sie Auf­wände detail­lier­ter erfas­sen, fügen Sie ein­fach neue Spal­ten rechts von der vor­letz­ten Spalte AP ein. Dadurch wird die Sum­men­for­mel für die Aus­zah­lun­gen in Spalte H auto­ma­tisch ange­passt.

Für eine detail­lier­tere Pla­nung der Erlöse, tra­gen Sie neue Spal­ten links von der Spalte sons­tige Ein­zah­lun­gen ein. 


Soll-Ist-Ver­gleich und fort­lau­fende Nut­zung

Doku­men­tie­ren Sie die erwar­tete Liqui­di­täts­lage regel­mä­ßig, indem Sie Kopien der Tabelle mit Tages­da­tum abspei­chern.

In der fort­lau­fen­den Pla­nung ver­glei­chen Sie den erwar­te­ten mit dem tat­säch­li­chen Kon­to­stand. Um Abwei­chun­gen zu erfas­sen, emp­fehle ich fol­gende Vor­ge­hens­weise.

Ein­zah­lun­gen: tra­gen Sie die tat­säch­lich erfolg­ten Ein­zah­lun­gen in der Sum­men­spalte B ein. Für eine detail­lier­tere Dar­stel­lung kön­nen Sie auch die Werte der ein­zel­nen Ein­zah­lungs­ar­ten in den Spal­ten R bis W erfas­sen.

Aus­zah­lun­gen: Über­schrei­ben Sie den geplan­ten Wert für die Summe in Spalte H. Je nach Anzahl der zu ver­wal­ten­den Buchun­gen kann es auch sinn­voll sein, die tat­säch­li­chen Werte für die Aus­zah­lun­gen in den Spal­ten AD und fol­gende ein­zu­tra­gen. In die­sem Fall kann es Sinn machen, die ein­zel­nen Bewe­gun­gen auf dem Bank­konto im einem Zah­lungs­ver­kehrs­pro­gramm nach Art des Auf­wands zu kenn­zeich­nen und nur die Summe zu über­neh­men.

Kon­to­stand: Sie soll­ten die For­mel für den Kon­to­stand nicht über­schrei­ben. Weicht der errech­nete vom tat­säch­li­chen Kon­to­stand ab, ist dies ein Hin­weis auf Feh­ler in den ein­ge­tra­ge­nen Daten.

Kre­dit­li­nie: Ver­än­de­run­gen tra­gen Sie direkt in die­ser Spalte ein.

Kasse, Bar, Liqui­di­täts­re­serve: Ver­än­de­run­gen tra­gen Sie direkt in die­ser Spalte ein. Beach­ten Sie bitte auch die Hin­weise oben unter L – Kasse, Bar, Liqui­di­täts­re­serve.

 


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