Bürohengst GmbH mit Share-Deal saniert

Die Büro­hengst GmbH, ein E‑Com­merce-Unter­neh­men mit den Schwer­punk­ten Büro­be­darf und Künst­ler­be­darf musste im April 2020 ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung bean­tra­gen, nach­dem die Umsätze auf dem wich­tigs­ten Absatz­ka­nal Ama­zon Mar­ket­place stark zurück­ge­gan­gen waren.

Ama­zon hatte in der Ver­gan­gen­heit begon­nen, viele Arti­kel aus dem Büro­hengst Sor­ti­ment selbst anzu­bie­ten. Um die Umsatz­aus­fälle zu kom­pen­sie­ren, hatte die Büro­hengst GmbH einen eig­nen Online­shop für Büro­be­darf gestar­tet. Die Dop­pel­be­las­tung durch die Anfangs­in­ves­ti­tion in den Online-Shop und Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting bei gleich­zei­ti­gen Umsatz­rück­gän­gen führ­ten schließ­lich zu Liquiditätsengpässen.

Im Rah­men des Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung wurde die Fal­ken­steg GmbH, ein Spe­zia­list für M&A bei Dis­tres­sed Invest­ments, beauf­tragt einen stra­te­gi­schen Inves­tor zu finden.

Zusam­men mit dem Inves­tor erar­bei­te­ten die Sanie­rungs­ex­per­ten Rechts­an­walt Olaf Schu­bert als Ver­fah­rens­be­voll­mäch­tig­ter und Dr. Chris­tian Matie­bel als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer zusam­men mit dem Geschäfts­füh­rer Uwe Schmidt einen Insol­venz­plan, der die Über­nahme der Mehr­heits­an­teile der Büro­hengst GmbH durch die BSP Invest GmbH vorsah.

Grün­der Uwe Schmidt bleibt als Geschäfts­füh­rer und Min­der­heits­ge­sell­schaf­ter an Bord und wird die Neu­aus­rich­tung zusam­men mit dem Inves­tor vorantreiben.

Die zum Jah­res­wech­sel 2020 erfolgte Bestä­ti­gung des Insol­venz­plans durch das Gericht war auch für die Mit­ar­bei­ter des Bran­den­bur­ger Unter­neh­mens eine gute Nach­richt: fast alle Arbeits­plätze konn­ten durch die Sanie­rung erhal­ten werden.