293 Arbeitsplätze durch Sanierung erhalten

Die Ber­li­ner Gebäu­de­rei­ni­gung Kurt Hei­del GmbH besteht seit 1968. Ein im Rah­men einer fehl­ge­schla­ge­nen Unter­neh­mens­ko­ope­ra­tion ein­ge­gan­ge­ner Beherr­schungs- und Gewinn­ab­füh­rungs­ver­trag machte eine Unter­neh­mens­sa­nie­rung not­wen­dig.

Das Span­dauer Unter­neh­men führt Gebäu­de­rei­ni­gungs­dienst­leis­tun­gen für öffent­li­che und pri­vate Auf­trag­ge­ber in Ber­lin und Umge­bung aus. Um Auf­träge in ganz Nord­deutsch­land erhal­ten zu kön­nen, war das ehe­ma­lige Manage­ment eine wirt­schaft­li­che und gesell­schafts­recht­li­che Koope­ra­tion mit einem ande­ren Gebäu­de­rei­ni­ger ein­ge­gan­gen.

Die Erwar­tun­gen haben sich jedoch nicht erfüllt. Statt­des­sen wurde durch einen Beherr­schungs- und Abfüh­rungs­ver­trag unse­rem Unter­neh­men wich­tige Liqui­di­tät ent­zo­gen, die uns am Ende gefehlt hat, um die Geschäfte ohne Sanie­rung wei­ter­füh­ren zu kön­nen.“

Geschäfts­füh­rer Andreas Cars­ten­sen

Mit Unter­stüt­zung der beglei­ten­den Sanie­rungs­be­ra­ter RA Olaf Schu­bert und Dr.  Chris­tian Matie­bel führte Cars­ten­sen die Geschäfte im Rah­men eines Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung unver­än­dert wei­ter.

Es ist uns gelun­gen, trotz des Sanie­rungs­ver­fah­rens nicht nur die Bestands­kun­den zu hal­ten, son­dern auch Neu­auf­träge zu akqui­rie­ren. Da unser Unter­neh­men ins­be­son­dere Dienst­leis­tun­gen für öffent­li­che Ein­rich­tun­gen und Behör­den anbie­tet, war das keine Selbst­ver­ständ­lich­keit.“

Geschäfts­füh­rer Andreas Cars­ten­sen

Fast alle der 305 Arbeits­plätze konn­ten erhal­ten wer­den, durch Weg­fall eines Auf­trag­ge­bers muss­ten nur 12 Stel­len gestri­chen wer­den.

Das Ver­fah­ren war am 1. Januar 2017 eröff­net wor­den. Nach­dem die Gläu­bi­ger im August 2018 dem zwi­schen­zeit­lich erar­bei­te­ten Insol­venz­plan zuge­stimmt hat­ten, war der Weg frei um als unbe­las­te­tes Unter­neh­men am Markt teil­zu­neh­men. Das zustän­dige Insol­venz­ge­richt Char­lot­ten­burg hat mit Wir­kung zum 29. März 2019 das Insol­venz­ver­fah­ren auf­ge­ho­ben.

Für 2019 erwar­tet die Geschäfts­lei­tung des neu struk­tu­rier­ten Unter­neh­mens einen Umsatz von 5 Mil­lio­nen Euro.