Die PAMA paper machinery GmbH, die sich auf die Herstellung von Spezialmaschinen für die Papierherstellung konzentriert, musste trotz ausgezeichneter Auftragslage ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragen.
News
Bundestag beschließt Neuregelung zu Sanierungsgewinnen
Verzichteten Gläubiger ganz oder teilweise im Rahmen einer Sanierung auf ihre Forderungen, so war der durch die Sanierung entstehende Gewinn bei dem sanierten Unternehmen steuerfrei. Grundlage dafür war der Sanierungserlass des Bundesfinanzministeriums vom 27. März 2003. Diesen Erlass hat der Bundesfinanzhof verworfen, was zu erheblichen neuen Risiken für die Sanierung von Unternehmen führte.
Neues Insolvenzrecht 2017: Drei Reförmchen
Schon am 15. Juni 2016 habe ich an dieser Stelle (Insolvenzanfechtung: Reform des § 133 InsO überfällig) über die Notwendigkeit einer Reform des Anfechtungsrechts berichtet. Zur Erinnerung: seit längerem fordert eine breitest mögliche Koalition aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, juristischen Fachleuten sowie aller im Bundestag vertretenen politischen Parteien eine Reform der Insolvenzanfechtung. Das ist bereits im Koalitionsvertrag vom 27. November 2013 festgelegt. Trotzdem dauerte es noch bis zum 5. April 2017, bis das Gesetz zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz in Kraft treten konnte und wirksam wurde.
Strafprozess gegen Insolvenzverwalter Kuhmann eröffnet
Der Fall sorgte für bundesweites Aufsehen. Als im Jahr 2007 das Tiefbauunternehmen Bohlen und Doyen in Wiesmoor mit über 2.000 Mitarbeitern Insolvenz anmelden musste, übernahm der Bremer Insolvenzverwalter Kuhmann die Abwicklung. Und rechnete 14.455.599 € Honorar ab, als er das insolvente Unternehmen 10 Wochen später verkaufte.
ESUG als Sanierungsoption noch nicht bei allen Unternehmen bekannt
In der Creditreform Herbstbefragung 2016 haben sich 1.200 Unternehmer zum Einsatz der Sanierungsverfahren, zur Mitwirkung innerhalb eines Gläubigerausschusses sowie zu einem vor- bzw. außerinsolvenzlichen Restrukturierungsverfahren geäußert.
Statistisches Bundesamt: 5 % durchschnittliche Gläubigerquote
In einer Pressemitteilung vom 30. November 2016 hat das Statistische Bundesamt die Ergebnisse einer detaillierten Untersuchung von 151.440 im Jahr 2010 begonnenen und bis Ende 2014 beendeten Insolvenzverfahren veröffentlicht.

Berlin: Innova gibt nach 30 Jahren auf
Wie der Tagesspiegel gestern berichtete, konnte das Berliner Traditionsunternehmen Innova die Insolvenz trotz Sanierungsversuch in Eigenverwaltung nicht abwenden.
Insolvenzanfechtung: Reform des § 133 InsO überfällig
Selten, dass ein Spezialthema des Insolvenzrechts in Publikumsmedien besprochen wird. Der § 133 InsO (Insolvenzordnung) hat es geschafft. Christian Ramthun meinte in der Wirtschaftswoche am 24.11.2014 gar: „Insolvenzanfechtung – eine sperrige Materie, die allerdings das Zeug hat, an den Grundfesten der sozialen Marktwirtschaft zu rütteln.“
Das ARD-Magazin Plusminus berichtet am 08.07.2015 über den Fall des durch Insolvenzanfechtung in die Krise geratenen bayrischen Spritzgußunternehmens Müller.
INDat Report 2016 zieht Bilanz nach 4 Jahren ESUG
INDat, das Fachmagazin zu den Themen Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz hat zusammen mit der Boston Consulting Group eine Studie zu Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach ESUG veröffentlicht. Berücksichtigt wurden Daten aus 1.008 Verfahren, die seit Inkrafttreten des Gesetzes im März 2012 durchgeführt wurden.
Bankrott: Anklage gegen Anton Schlecker
Anton Schlecker, der langjährige Marktführer der Drogerieketten musste Anfang 2012 einen Antrag auf Insolvenz stellen. Die Firmengruppe führte er als eingetragener Kaufmann (e.K.). In dieser Rechtsform kommt eine Anklage wegen Insolvenzverschleppung nicht in Frage, wie sogar die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Bundestag klar stellte (FAZ vom 18.07.2012: Razzia bei Schlecker).

Kreditbetrug: Geldstrafe für Ex-Finanzchef von Porsche
Das Stuttgarter Landgericht hat Holger Härter, den früheren Finanzchef von Porsche zu einer Geldstrafe von 630.000 € wegen Kreditbetrugs verurteilt (Az: 11 KLs 159 Js 77250/11). Härter soll im Zusammenhang mit der versuchten Übernahme von VW der Bank PNP Paribas geschönte Unterlagen zur Finanzsituation von Porsche vorgelegt haben.
